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Ausgewählte Schwerpunktthemen der Neuroradiologie

Neuronale Verarbeitung emotionaler Reize
In einer aktuellen Studie in Kooperation mit der Abteilung für Endokrinologie und Reproduktionsmedizin werden die zerebralen Verarbeitungsmuster von Schmerzreizen analysiert. In dieser Studie soll überprüft werden, ob Patientinnen mit chronischen gynäkologischen Schmerzzuständen, z.B. Dysmenorrhoe oder Endometriose Schmerzreize anders verarbeiten als gesunde Probandinnen. Dieses soll mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) nach Setzen spezifischer viszeraler Schmerzreize untersucht werden. Eine mögliche Korrelation zu einem Angst- und Depressionsscore soll desweiteren exploriert werden.

Ansprechpartner Neuroradiologie: Prof.in E.R: Gizewski, Dr. C. Siedentopf
 


Darstellung von Hirnarealen, die bei der Wahrnehmung von Schmerzreizen aktiviert werden. Hierzu zählen: präfrontaler Cortex, anteriores Zyngulum und die Insula.

Kognitive zerebrale Verarbeitungen
In Zusammenarbeit mit dem Institut für Klinische Psychologie (Prof. A. Buchheim) wird eine Studie zu Bindungserfahrungen und Verarbeitungen durchgeführt. Ziel dieses Pilot-Forschungsprojekts ist die Untersuchung neurobiologischer Korrelate mittels funktioneller Bildgebung während der Konfrontation bindungsrelevanter Stimuli bei gesunden Probanden. Die AAP-Stimuli bestehen aus 7 bindungsrelevanten Bilderszenen (z. B. Trennung, Verlust, Bedrohung, Einsamkeit), die als geeignet erwiesen haben, das Bindungssystem zu aktivieren und zwischen den unterschiedlichen Bindungsmustern differenzieren. Mit der Identifikation der betroffenen Gehirnnetzwerke sollen zentrale biologische Marker für weitere Studien mit Bindungsmustern bei Patienten und Risikogruppen gewonnen werden.

31P Magnetresonanzspektroskopie
Mit der phosphorbasierten Magnetresonanztomographie ist es möglich Stoffwechselmetabolite des Energiehaushaltes nachzuweisen und zu quantifizieren. Mit dieser Methode sollen Veränderungen der Stoffwechselvorgänge bei physiologischen Vorgängen und bei verschiedenen Pathologien des Gehirns untersucht werden. Ein Themenkomplex stellt das Therapiemonitoring bei Patienten mit Glioblastoma multiforme dar. Hier besteht eine enge Kooperation mit der neuroonkologischen Ambulanz des Departments für Neurologie und Neurochirurgie.

Ansprechpartner Neuroradiologie: Dr.in  Astrid Grams
 

Klinische Forschung
In Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik für Neurologie führen wir klinisch Therapiestudien z.B. mit MS- und Tumorpatienten durch. Letztere in Zusammenarbeit auch mit der Universitätsklinik für Neurochirurgie. In Kooperation mit der Neurochirurgie laufen zudem Studien zur Evaluation von spezifischen Bandscheibeninterponaten.
Im Rahmen neuer Geräteentwicklungen in der CT testen wir die Möglichkeiten der vermehrten Strahlenreduktion bei Kopf- und Wirbelsäulenuntersuchungen. Diese Arbeiten erfolgen in Kooperation mit der Experimentellen Radiologie.

Interventionelle Neuroradiologie
In diesem Themengebiet führen wir in Kooperation mit der Klinik für Neurologie und Neurochirurgie zur Zeit klinische Verlaufsstudien am eigenen Patientengut durch, erfassen Daten aber auch für internationale Register um gerade die neueren Technologien immer wieder kritisch überprüfen zu können. Hierzu zählen vor allem Aneurysmapatienten und Schlaganfallpatienten.

In der modernen Angiographie mit Rotationsmöglichkeit wird evaluiert, in wieweit die gleichzeitige Technik der DSA und CT bis hin zur CT-Angiographie und CT-Perfusion die Sicherheit eines Eingriffes und damit auch das Outcome sowie auch die Diagnostik bei Schlaganfallpatienten verbessert. Zudem sind MRT Untersuchungen insbesondere auch fMRT Studien im Verlauf der Schlaganfallpatienten im Einsatz und können helfen Rehabilitationsmaßnahmen zu verbessern und die physiologischen Abläufe besser zu verstehen.
Die 3D Funktionen der DSA werden zudem verwendet um die Planung der Therapie von Aneurysmata zu optimieren und in der Verlaufskontrolle von clip- und coilversorgten Aneurysmen auch kleine Reste oder Lagen von Materialien verbessert beurteilen zu können.
 

 

Ansprechpartner Interventionelle Neuroradiologie: Prof.in E.R: Gizewski

 

 

Universitätsklinik für Neuroradiologie, Anichstrasse 35, A-6020 Innsbruck