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Computertomographie (CT)

Die Computertomographie ist ein Röntgenverfahren. Die Röntgenröhre umkreist den zu untersuchenden Körperabschnitt, während gleichzeitig gegenüberliegende Detektoren die austretende Strahlenwerte messen, die durch Computerberechnung in Querschnittbilder von wenigen bis zu unter 1mm Schichtdicke umgerechnet werden.
Dadurch und ev. durch die Gabe von Kontrastmittel können Gewebsunterschiede dargestellt werden. In der Folge können Rekonstruktionen der untersuchten Körperregion in  allen Orientierungen sowie auch dreidimensional hergestellt werden, insbesondere bei der Darstellung knöchener Strukturen (Wirbelsäule, Gesichtsschädel, Schädelbasis, Felsenbein (Mittel- und Innenohr) sowie nach Stabilisierungs- und Rekonstruktionsverfahren mittels metalldichter Materialen.


CT Bild des Gehirns in der üblichen Schichtführung (links). CT Bild des Felsenbeins in der Technik zur Beurteilung des Knochens. In diesem Fall zeigen die Pfeile auf eine Bruchlinie durch den Knochen nach einem Unfall.


Durch die CT-Angiographie (CTA) mit Kontrastmittelgabe und speziellen Rekonstruktionsverfahren können die hirnversorgenden Gefäße und deren Erkrankungen zwei-und dreidimensional dargestellt werden.
Mittels CT- Perfusion wird die Hirndurchblutung, insbesondere Gehirnareale mit vermindertem Blutangebot, wie bei z.B. bei Gefäßverschlüssen visualisiert.


Gefäßdarstellung mit einer CTA der Arterien im Kopf. Hier besteht eine Aussackung (Aneurysma) an einem vorderen Hirngefäß (Arteria cerebri anterior).

Durch die Bereitstellung von 3-D-Datensätzen liefert die CT einen wichtigen Beitrag  (gemeinsam mit anderen Methoden) zur Planung von Navigationsverfahren der Neurochirurgie  und zur Herstellung von 3-D-Modellen für Rekonstruktionsoperationen (z.B. am Gesichtsschädel nach Verletzungen oder nach großen Operationsdefekten).

 

CT- gesteuerte Schmerztherapie


Die Computertomographie findet Einsatz in der Schmerzbehandlung bei CT- gesteuerter Medikamentenapplikation an Nervenwurzeln und an den Wirbelgelenken.


Darstellung einer CT-gesteuerten Schmerztherapie. Auf diesem CT-Schnittbild ist dargestellt wie eine dünne Nadel bis zur schmerzhaften Wurzel vorgeschoben wird und unter CT-Kontrolle sehr exakt und damit risikoarm für den Patienten platziert werden kann. Im rechten Bild sieht man die gute Verteilung des Kontrastmittels um die Nervenwurzel.

Vorteile der CT

  • Kurze Untersuchungszeit, rasch verfügbarNeurologische
  • Notfälle (unklare Bewußtseinsstörung, Verdacht auf Hirnblutung oder ischämischen Schlaganfall mit CTA und e. v. CT- Perfusion, "time is brain" für medikamentöse oder interventionelle Gefäßeröffnungen).
  • Erstuntersuchung - Schädelhirntrauma, knöcherne Wirbelsäulenverletzungen (ev. mit ergänzender MRT bei Vedacht auf Bandscheibenverletzungen oder Einriß des Wirbelsäulenbandapparates).
  • 3-D-Darstellung von Aneurysmen (Aussackungen) der Gehirnarterien mit CTA als Zusatzinformation zur Wahl der optimalen  Therapie (Clippung- neurochirurgisch versus interventionell -endovaskulär).

Nachteile der CT

  • Im Vergleich zur MRT schlechtere Differenzierung von Geweben, bis auf CT-Perfusion keine funktionellen Methoden.
  • Kontrastmittelallergie, Schilddrüsenüberfunktion, Nierenerkrankungen.
  • Bei einer Schwangerschaft.

 

 

Universitätsklinik für Neuroradiologie, Anichstrasse 35, A-6020 Innsbruck