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Schlaganfallbehandlung:

Neue wichtige Erkenntnisse für Patienten in der akuten Behandlung


Fünf neue, große, internationale Studien, veröffentlicht 2015, zeigen einen Vorteil der direkten Entfernung von Blutgerinnseln (Thromben) aus dem Hirngefäß durch minimal-invasive (Neuro-) Radiologische Methode (Thrombektomie) zusätzlich zur Gabe eines Lysemittels in die Vene! Deutlich mehr Patienten haben dadurch einen besseren Befund nach der Therapie, z. B. sind zu einem größeren Anteil selbstständig im Alltag.

Was wird gemacht?

Kommt nach Expertise des Neurologen ein Patient/eine Patientin für diese Möglichkeit in Betracht und bestehen auch in der durch die Neurologen durchgeführten Bildgebung des Kopfes und der Kopf-Hals-Gefäße keine Kontraindikationen, erfolgt der sehr rasche Transport in die Angiographie.

Dort werden die Patienten von der Anästhesie mitbetreut und wenn nötig auch in Narkose versetzt. Der Neurologe/die Neurologin führt über einen kleinen Zugang in der Leistenarterie einen Katheter (Plastikschlauch) in das verschlossene Kopfgefäß ein. Hier wird anschließend der Thrombus „gefasst“ und mit einem sogenannten „Stent-Retriever“ (Abb unten) und unter Ansaugen herausbefördert.

 

Beispiel einer guten Wiedereröffnung bei akutem Verschluss der mittleren Hirnarterie

 

 

 

 

 

 

Universitätsklinik für Neuroradiologie, Anichstrasse 35, A-6020 Innsbruck